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Freiluftmuseum Kompero


Öffnungszeiten 2018: 22.6.–13.8. Donnerstag – Sonntag 12:00-18:00 Uhr. 
Eintritt: Erwachsene 3€, Kinder 0-15 Jahre frei.

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Address: Kontkalantie 33, 83400 Viinijärvi, Finland
Email: komperon.museo@gmail.com
Tel: +358 40 5677683 / Antti Mutanen

Ein kurtzer Blick über die Geschichte Komperos

 

Das Freiluftsmuseum wurde gegründet, um die wechselvolle und lange Geschichte dieser Siedlung für die Gegenwart zu erhalten. In der Umgebung Komperos kann man Zeugnisse der wechselnden Herrscher dieses Gebietes finden. Zuerst gehörte diese Siedlung zum Russischen Reich. Bis 1595 verlief die Schwedisch-Russische Grenze mitten durch Kompero. Ein Grenzelstein an der Strasse nach Varkaus dies deutlich. 1617 fiel Kompero ganz an Schweden.

Die 1870-1871 von Antti Rouhia erbaute Brücke über den Siikakoski Fuss ist heute nur noch als Ruine in der Nähe des Museums zu sehen. Diese Brückenruine und die etwas weiter flussaufwärts stehende Roggenmühle von Siikakoski sind die letzten Zeugnisse einer einst hier ansässigen Industrie.


Der erste Mühle stand hier bereits 1768. Spatter wurde noch ein Sägewerk angebaut. Im Jahre 1898 wurden die Spinnerei und das Webhaus der Siikakoski AG errichtet. Sie beschäftigten in ihren besten Zeiten 100 Arbeiter. Die Haupterzeugnisse waren Wolle, Wolldecken, Pferdedecken un Loden. 1936 ging die Siikakoski AG in Konkurs. Die Folge war die Abwanderung eines grossen Teils der Bevölkerung un der Zerfall der Fabrikanlagen und der Wohnhäuser. Wie wünschen, dass wir Sie durch diese Schrift nicht nur Kompero und Finnland wie es früher war näher gebracht haben, sondern auch dem, wie es heute ist.


Die Museumsanlage


Das Wohnhaus ist über 250 Jahre alt. Es hat kein Kamin. Durch die sehr hoch über dem Fussboden beginnende Türoffnung verhinderte der entweichende Rauch ein Eindringen der Kaltluft. So war auch im Winter bei geöffneter Tür eine angenehme Temperatur im Hausinneren. Die einrichtungs gegenstende, Haushaltsgeräte und Werkzeuge geben eine Forstellung wie das Leben vor etwa 250 Jahre im schein der Kienspannlampe ausgesehen haben mag. Der Stampftrong ist eine Erinnerung an schlechte Zeiten. Nach Missernten wurde darin Baumrinde zerstampft. Dieses Mehl wurde mit normalen Mehl vermischt und dann zu Brot verarbeitet. Der Vorderlader soll am Tode von vier Bären schuld sein.


Die Sauna ist relativ neu. Sie stammt aus dem Jahre 1924. Sie ist nachdemselben Prinzip wie das Wohnhaus erbaut, nämlich ohne Kamin. In der Netzhütte finden Sie ausser einem alten Netz auch andere Fischfanggeräte. Ein alter Einbaum befindet sich daneben. Der waschplatz besteht aus zwei gegeneinandergeställte Bootshälften, zwischen denen ein grosser Eisenkessel steht, in dem die Wäsche gekocht wurde. In der Getreidekammer liegt Geschirr aus verschiedenen Zeiten gelegert.


Der Kuhstall wird heute zwar nicht mehr benutzt, es sind aber trotzdem alle notwendigen Rechen, Heu- und Mistgabel, Sensen, Pferdegeschirrte und Ski zu sehen. In der Tenne finden Sie ebenfalls landwirtschaftliche Geräte. Früher wurde sie auch als Tanzplatz benutzt.Die Gesinde- und Vorratshäuser bieten eine Vielzahl an Werkzeugen, ein Bett, Kleider und anderer Gegenstände, die früher im täglichen Leben benutzt wurden. Dort hängen Bilder von der Spinnerei und dem Webhaus der Siikakoski AG. Ausser dem Schmiedeofen, dem Blasebalg, Hämmern und Zangen Sieht man in der Schmiede auch fertige und halbfertige Gerätschaften, die man damals selbst herstellen musste.

Wohnhaus

Scheune

Rauchsauna

Netzhütte

Ziehbrunnen

Willkommen!

Speicher

Getreidekammer

Kuhstall



Elsa Saraste und Kompero Steinbrügge. 1930´s

Elsa Saraste und Kompero Steinbrügg. 1930´s

Haus der Familie Parviainen bei dem Siikakoski Wasserfall

Siikakoski Sägewerk und Textilfabrik